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Zuverlässige Kommunikation rund um den Globus WebFOCUS liefert Qualitätskennzahlen für Netzinfrastuktur der deutschen Telekom.

Die Herausforderung

Ein Großkonzern wie die Deutsche Telekom hat eine über die Jahre gewachsene IT-Landschaft mit sehr unterschiedlichen Systemen. In dieser heterogenen Umgebung sind naturgemäß auch die Daten über verschiedene Systeme verteilt, was den zentralen Zugriff erschwert. Das Management braucht jedoch zeitnahe, flexible, ereignisnahe und jederzeit zugängliche Qualitätskennzahlen, um schnell auf die ständigen Veränderungen im dynamischen Telekommunikationsmarkt reagieren zu können. 

 

Bevor es das IT-System SYMOSY (Systematisches Qualitäts-Monitoring-System) gab, war die Bereitstellung von Qualitätskennzahlen sehr zeit- und kostenintensiv. „So musste die Telekom aufwändig sicherstellen, dass die von den Abteilungen gelieferten Qualitätskennzahlen vergleichbar waren, damit Qualitätsaussagen nicht unterschiedlich dargestellt und interpretiert wurden“, erläutert Klaus Geiger, Projektleiter bei T-Systems, die Ausgangssituation.

Jederzeit zugängliche Qualitätsaussagen 

Vor diesem Hintergrund hat der Zentralbereich Netzinfrastruktur der Deutschen Telekom T-Systems mit der Entwicklung eines IT-Systems für Qualitätskennzahlen beauftragt. Das Entwicklungszentrum Süd-West von T-Systems machte sich an das Projekt SYMOSY. Die Aufgabe war klar: Das System sollte zeitnahe, flexible, ereignisnahe, vergleichbare und jederzeit zugängliche Qualitätsaussagen auf Basis der operativen Daten liefern. 

Auch über den grundsätzlichen Weg zur Lösung gab es wenig Zweifel: Der Geschäftsbereich Netzinfrastruktur musste ein Data Warehouse haben, um aus der Flut der Daten jene Informationen zu filtern und bereitzustellen, die das Management für die Unternehmensführung braucht. 

 

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Fähigkeit, die Daten zu entwirren. Dazu war eine detaillierte Analyse des Informationsbedarfes und der vorhandenen operativen Daten nötig. Das Ergebnis der Informationsbedarfsanalyse ist ein Modell, das die geforderten Qualitätskennzahlen liefern kann. 

Nach vielen Tests Entscheidung für Information Builders

Der zweite Schritt, die technische Konzeption des Systems, ist im Vergleich zur genannten Analyse weniger zeitaufwändig (Verhältnis 3:1), aber ebenso wichtig. Vor allem der Auswahl der geeigneten Software widmeten die Telekom-Experten besondere Aufmerksamkeit, zumal es im Data-Warehouse-Sektor derzeit rund 30 Anbieter gibt. Nach dem Prinzip „Best of Breed“ wurde für diesen Anwendungsfall als beste „Software“ die Lösung von Information Builders mit dem ETL Manager und dem webbasierten Reporting- und Analysesystem WebFOCUS ausgewählt. 

 

„Für Information Builders haben aus unserer Sicht mehrere Gründe gesprochen“, sagt Projektleiter Geiger. „Erstens läuft das System auf allen gängigen Plattformen von Großrechner bis PC. Zweitens kann das System über sehr leistungsfähige native Schnittstellen auf mehr als 85 Datenbankformate zugreifen – einschließlich aller, die bei der Telekom im Einsatz sind. Drittens ist die Extraktion über den Copy Manager sehr einfach und zuverlässig. Und viertens schließlich hat uns die echte Webarchitektur überzeugt. Alle rechenintensiven Operationen laufen auf den leistungsfähigen Servern, und für Analyse und Reporting mit WebFOCUS braucht der Anwender kein zusätzliches Frontend, sondern nur seinen Browser“, fasst Geiger zusammen.

Nur zehn Monate Entwicklungszeit 

Nach der Entscheidung für Information Builders ging es zügig voran. In nur zehn Monaten hatten die Entwickler von T-Systems folgende Aufgaben gelöst:
 

  • Datenmodellierung nach Star-Schema (Fakten, Dimensionen ...)
  • Spezifizierung der Regeln für das Clearing und die Integration der Daten
  • Implementierung der operativen Daten gemäß den Regeln
  • Erstellung des Betriebskonzeptes gemeinsam mit Information Builders
  • Entwicklung des Rollenkonzepts und Initiierung der daraus notwendigen Schulungsmaßnahmen
  • Umfangreiches Security-Konzept

 

Parallel zur Entwicklung startete T-Systems ein Schulungsprogramm für die Anwender. „Es ist wichtig, die späteren User schon in der Testphase mit einzubeziehen“, sagt Geiger. „So kann man die Wünsche und Bedürfnisse der Anwender in der Entwicklung berücksichtigen, kommt bei der Implementierung schneller voran und sichert die Akzeptanz des Systems.“

 

Bevor es für den täglichen Einsatz freigeschaltet wurde, testeten die Experten von T-Systems  das Data Warehouse SYMOSY mit Originaldaten auf Herz und Nieren. Auch in diesem Stadium waren immer Anwender bei den Tests beteiligt. Die Ergebnisse waren sehr vielsprechend, sagt Geiger: „Bereits in der Testphase konnte der Unternehmensbereich Netzinfrastruktur aussagekräftige Qualitätskennzahlen ermitteln. Damit stand fest, dass mit SYMOSY ein wichtiger Meilenstein erreicht wurde, denn die Kennzahlen sind viel aktueller, zuverlässiger, einfacher und kostengünstiger zu ermitteln.“

Derzeit greifen rund 5.000 Anwender an verschiedenen Standorten auf die Daten und die Qualitätskennzahlen zu und generieren so täglich mehr als 500 verschiedene Reports über das Intranet der Telekom. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Projekt SYMOSY wurde das Leistungsspektrum des Data Warehouse bereits in einer Folgeversion erweitert und die bereits implementierten Mechanismen zur Erstellung von Qualitätskennzahlen ausgebaut. Dabei wurden die flexiblen Analyse- und Reporting-Fähigkeiten der Produktpalette von Information Builders genutzt.