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Allianz Leben

System für gesellschaftsübergreifende Projekt- und Abrechnungsdaten GEPARD sorgt für schnellen Durchblick im Daten-Dschungel.

The Challenge

Die Situation

Die Allianz-Gruppe zählt zu den größten Versicherungsgesellschaften der Welt. Die Allianz-Lebensversicherungs AG, eine Tochtergesellschaft der Allianz AG, hat mehr als 5600 Mitarbeiter in der Stuttgarter Hauptverwaltung und den Niederlassungen. Bei einer solchen Unternehmensgröße können wichtige Entscheidungen in Sachen Projektmanagement nur noch IT-gestützt getroffen werden. Allianz Leben hat daher das System für Gesellschaftsübergreifende Projekt- und Abrechnungsdaten (GEPARD) entwickelt. GEPARD setzt dabei auf das unternehmensweit installierte Reporting-System WebFOCUS des amerikanischen Softwarehauses Information Builders. Ein Konzern wie die Allianz Gruppe hat eine über Jahre gewachsene IT-Landschaft mit sehr unterschiedlichen Systemen. In dieser komplexen Umgebung sind naturgemäß auch die Daten über verschiedene Systeme verteilt, was den unternehmensweiten Zugriff erschwert. WebFocus wurde vor diesem Hintergrund als Basis für ein unternehmensweites Reporting ausgewählt.

 

Die Zielsetzung

 

Integriertes Projektmanagementsystem 

Um auf dem dynamischen Versicherungsmarkt bestehen zu können, bedarf es auch eines leistungsfähigen Projektmanagements, das wiederum auf zeitnahen, flexiblen, ereignisnahen und jederzeit zugänglichen Daten basiert. Das Projektmanagement von Allianz Leben unterstützt alle Projektbeteiligten bei der Planung und ständigen Kontrolle von Projekten. Manche Projekte sind nicht nur auf Allianz Leben beschränkt. Übergreifende Projekte erfordern eine gesellschaftsübergreifende Koordination. Daher ist es notwendig, dass das Projektmanagement von Allianz Leben nicht nur eigene Daten berücksichtigt, sondern auch die Daten der am Projekt beteiligten Gesellschaften wie der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Gesellschaft für Informatik Service mbH (AGIS). Vor allem für das laufende Controlling sind aktuelle Daten aus allen am Projekt beteiligten Gesellschaften unerlässlich. Nur so lassen sich Probleme frühzeitig erkennen, um gegebenenfalls zügig gegenzusteuern. GEPARD liefert die aktuellen Planungsdaten und Ist-Zeiten für das integrierte Projektmanagement. 

 

Die Lösung

Von Listen zu Reports im Intranet

Mit der Entwicklung von GEPARD und der damit verbundenen Nutzung der WebFOCUS-Infrastruktur wurden die zeit- und kostenintensiven Papierlisten durch eine leistungsstarke, webbasierte Lösung ersetzt. Jeder Anwender bekommt Reports, die auf seine persönlichen Informationsbedürfnisse zugeschnitten sind. Und je nach Bedarf lassen sich aktuelle eigene Reports online zusammenstellen - ohne lange auf manuelle Listen warten zu müssen.

WebFOCUS Infrastruktur schon vorhanden 

Im zweiten Halbjahr 2000 wurde die WebFOCUS-Infrastruktur mit allen unternehmensweiten Datenzugriffsmöglichkeiten bei der Allianz Leben aufgebaut. „Auf der WebFOCUS-Basis können Intranet-Applikationen wie GEPARD sehr schnell auf die bestehende Architektur aufgesetzt werden", erklärt Alexander Seggerman, Projektleiter bei Information Builders für die Allianz. In nur zwölf Wochen hatte das dreiköpfige Team um die IT-Spezialisten Ewert und Seggerman GEPARD bereitgestellt. 

 

Und so arbeitet GEPARD: Die Daten werden aus den Vorsystemen PLANVIEW und PUMA (Projektplanungs- und Managementsystem) sowie teilweise aus den Systemen anderer Allianz-Gesellschaften konsolidiert und in einer DB2 Datenbank (Großrechner) und einer MS SQL Server Datenbank bereitgestellt. PUMA verwaltet hierbei die strategischen Projektdaten (Multiprojektmanagement) und PLANVIEW die operativen Planungsdaten der einzelnen Projekte,wobei diese wöchentlich  aktualisiert und kumuliert werden. Startet ein User einen Report im Intranet, greift WebFOCUS direkt auf die DB2 beziehungsweise MS SQL Server Daten zu. Das Common Gateway Interface (CGI) übergibt die Reporting-Anfrage an den WebFOCUS Reporting Server, der sich die Daten aus der Datenbank holt und einen kumulativen Report generiert. Dieser wird als HTML-Seite über den Intranet-Server an den Client des Users übergeben. Der ganze Vorgang von Anfrage bis Ausgabe des Reports dauert nur wenige Sekunden. 

Vorteil dieser Datenaufbereitung: „Die gesamte Reportverarbeitung übernimmt der Reporting-Server, der auf den leistungsstarken IBM OS/390-Großrechnern läuft und so deren Rechenkapazität nutzt. Dort werden auch die HTML-Quellcodes generiert. Deshalb fließen nur geringe Datenmengen über das Netz, und die Performance der Clients wird durch das Reporting nicht beeinträchtigt", erklärt Seggerman. Weiterer Vorteil dieser Architektur: Die Anwender erhalten in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung ohne weitere technische Kenntnisse die jeweils benötigten aktuellen Informationen. 

 

Self-Service-Applikation 

Waren die Projektmanager zu Listen-Zeiten noch darauf angewiesen, immer auf den aktuellen Report zu warten, so können sie jetzt unabhängig von Dritten jederzeit aktuelle Reports abrufen. Ein solches Self-Service-Reporting schafft die Voraussetzung für ein effektives und zeitnahes Controlling. Dabei muss es nicht bei den Standard-Reports bleiben, da sich die User ihre Reports nach eigenen Bedürfnissen zusammenstellen können. „Um früher an die relevanten Informationen zu kommen, musste man sich durch viel Zahlenmaterial in den Listen kämpfen. Jetzt genügen ein paar Mausklicks und man bekommt die Daten, die man wirklich braucht. Das ist wichtig, da jeder Fachbereich andere Informationsbedürfnisse hat - teilweise sehr spezielle, die bisher mit den Standard-Listen nicht abgedeckt werden konnten“, erklärt Ewert. 

 

Das Ergebnis

GEPARD ist, aufbauend auf der WebFOCUS-Infrastruktur, seit Frühjahr 2001 im Einsatz. Mit Erfolg, wie Ewert berichtet: „Von den meisten Usern hörten wir nur Positives. Selbst Anwender, die mit unserem Intranet noch nicht so vertraut waren, sind von der einfachen Bedienung begeistert." Und obwohl die Benutzer jederzeit Reports generieren können, hat die Zahl der angeforderten, individuellen Reports in der Summe abgenommen. Anforderungen die über die bestehenden Reports hinausgehen, werden mit der WebFOCUS Managed Reporting Environment (MRE) im Rahmen der individuellen Datenverarbeitung von den Anwendern selbst abgedeckt. GEPARD war eine der ersten Pilotanwendungen zur Erprobung der WebFOCUS-Infrastruktur. Weitere, nutzbringende Reportinglösungen der Allianz auf Basis von WebFOCUS sind entstanden, beziehungsweise befinden sich in der Entwicklung.